Der RaspberryPi mit Nextcloud im Unterricht – Teil 1

NUTZUNG IM UNTERRICHT

Nach reichlich technischer Erklärung kommen nun zwei Beispiele wie die Nextcloud mit dem Raspberry Pi praktisch im Unterricht eingesetzt werden kann. Vorweg sei nochmal erwähnt, dass die Nutzung des Raspberry Pis mit der Installation von Nextcloud den Schülerinnen und Schülern im Unterricht ermöglicht mit ihrem privaten Endgeräten digitaler am Unterricht teilzunehmen und das ohne ein WLAN im Schulgebäude für die Schüler zugänglich zu haben und ohne dass die Schülerinnen und Schüler ein Datenvolumen auf ihrem Smartphone haben müssen.Um mit der Nextcloud Installation effektiv im Unterricht arbeiten zu können sollten alle Schülerinnen und Schüler einen Account für die Nextcloud haben. Ob dieser Account jetzt wirklich personell für jeden Schüler zugeordnetes oder es einen gesamt Klassenaccount gibt das muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel auch eine dummy Klasse mit Schülern zu machen, die nummeriert sind und jeder Schüler kriegt die Nummer entsprechend seiner Nummer in der Klassenliste. 

Digitale Abgabe von Arbeitsblättern

Eine Möglichkeit mit der Nextcloud zu arbeiten ist es Dateien mit anderen zu teilen. Dabei ist es nicht wichtig, ob mein Gegenüber einen Nutzeraccount für meine Nextcloud besitzt oder nicht. Mit der Nextcloud kann man Dateien mit anderen Benutzer, über einen Link oder via eMail teilen. Auf welche dieser Wege die Schülerinnen und Schüler an die Dateien kommen hängt von der grundlegenden Entscheidung ab, wie mit der Cloud gearbeitet wird. Der Weg der Dateien zu den Schülerinnen und Schülern ist für die Abgabe der Dateien nicht relevant. Im Prinzip können auch kopierte und von den Schülerinnen und Schülern analog bearbeite Arbeitsblätter auf dem hier vorgestellten Weg eingesammelt werden. Dies bietet die Möglichkeit zwischen Ergebnisse zu sichern, oder aber auch die Materialien bei den Schülerinnen und Schüler zu belassen und dennoch einen Blick darauf werfen zu können.

Aber gehen wir das an dieser Stelle schrittweise durch. Für diese Art des Arbeitens werden drei Schritte notwendig:

  1. Ordner zum Sammeln der Dateien anlegen
  2. Ordner mit eingeschränkten Rechten freigeben
  3. Link zum Ordner teilen

1. Ordner zum Sammeln der Dateien anlegen

Der Ordner zum Sammeln der Dateien sollte auf der obersten Dateiebene angelegt werden. So ist sichergestellt, dass der Ordner sich nicht ausversehen in einem schon geteilten Ordner befindet und so mehr Nutzer als gewünscht den Inhalt sehen können. Dazu ist darauf zu achten, dass neben dem Haus über der Dateiliste, außer dem Plus zum hinzufügen von Dateien und Ordnern, nichts steht.

Um den Ordner anzulegen muss auf das Plussymbol neben dem Haus geklickt werden und dann Ordner ausgewählt werden. Der  Ordner kann dann einen beliebigen Namen bekommen. Ich empfehle an dieser Stelle dem Ordner einen eindeutigen Namen zu geben, so dass der Inhalt sofort an Hand des Ordnernamens erkannt werden kann. Beispielsweise „Ergebnisse Mathe Klasse 6.3“, so ist für mich sofort klar, dass in diesem Ordner die Ergebnisse aus dem Matheunterricht der Klasse 6.3 zu finden sind.

2. Ordner mit eingeschränkten Rechten freigeben

Der gerade angelegte Ordner ist aktuell nur für denjenigen sichtbar, der ihn angelegt hat. Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Dateien nun in diesen Ordner laden können muss der Ordner entsprechend konfiguriert werden.

Rechts neben dem Ordnernamen befinden sich drei Punkte, von denen zwei mit jeweils einer Stecke verbunden sind. Das ist das Symbol für „teilen“, ein Klick auf dieses Symbol öffnet am rechten Fensterrand das Menü zum Teilen des Ordners. Um den Ordner per Link zu teilen muss dann auf das Plus neben „Link teilen“ geklickt werden. Mit diesem Klick ist der Ordner geteilt und der Link könnte weitergegeben werden. Bisher können aber alle, die den Link zu diesem Ordner kennen Dateien in den Ordner hochladen, ansehen und löschen. Diese Rechte müssen in einem weiteren Schritt eingeschränkt werden.

Dazu müssen die drei Punkte angeklickt werden. Im sich dann öffnenden Menü muss die Option „Dateien ablegen (nur hochladen)“ angeklickt werden. Ab jetzt kann nur noch der Inhaber des Ordners den Inhalt sehen. Alle, die den Link kennen werden zu einer Seite geleitet die lediglich das hochladen erlaubt.

3. Den Link zum Ordner teilen

Der letzte Schritt besteht nun darin den Link zum Ordner mit den Schülerinnen und Schülern zu teilen. Der Link wird von der Nextcloud generiert und ist eine zufällige Reihung von Buchstaben. Auf Grund der Länge des Links ist es nicht anzuraten den Link aufzuschreiben, beziehungsweise die Schülerinnen und Schüler in ihre Endgeräte tippen zu lassen. Bei digitalen Arbeitsblättern sollte der Link auf dem Arbeitsblatt klickbar für die Schülerinnen und Schüler eingebunden werden. Für gedruckte Arbeitsblätter bietet es sich an den Link als QR-Code[1] auf das Blatt zu drucken. Alle modernen Smartphones sollten den QR-Code erkennen, wenn die Kamera darauf gerichtet ist. In der Regel ist dafür keine weitere App notwendig.

An den Link zum Ordner gelangt man, wenn auf das kleine Klemmbrett neben den drei Punkten klickt mit denen gerade die Rechte für den Ordner eingeschränkt wurden. Ein Klick auf das kleine Klemmbrett kopiert den Link in die Zwischenablage. Der Link kann nun an jeder gewünschten Stelle eingefügt werden, sei es auf einem Arbeitsblatt welches den Schülerinnen und Schülern digital zur Verfügung gestellt wird oder in einen QR-Code-Generator.

Hochladen von Dateien aus Sicht der Schülerinnen und Schüler

Wenn Schülerinnen und Schüler den Link zur Abgabe aufrufen sehen Sie eine Seite, die nicht viele Informationen beinhaltet.

Zum einen steht auf der Seite, für wen die Dateien hochgeladen werden. Hier wird der Name angegeben, der in der Nextcloud hinterlegt ist. Er kann nicht für jeden Ordner individuell eingestellt werden. Wenn hier nicht wie bei mir der Vorname stehen soll, dass bitte beim Anlegen der Benutzer darauf achten, beziehungsweis ein den Einstellungen ändern. 

Wenn die Schülerinnen und Schüler mit einem Computer arbeiten können sie ihre Dateien per Drag-and-Drop auf das hellgraue Feld ziehen. Die Dateien werden dann automatisch hochgeladen. Der erfolgreiche Upload wird dann unterhalb des hellgrauen Feldes angezeigt. Ebenso angezeigt werden die hochgeladenen Dateien, wenn sie ausgewählt wurden. Diese Methode bietet sich bei Tablets und Smartphones an. Mit einem Klick auf das hellgraue Feld wird man gefragt, ob ein neues Bild aufgenommen werden soll oder ob eine bestehende Datei ausgewählt werden soll. 


[1] QR-Codes online erstellen: https://www.qrcode-generator.de/http://goqr.me/de/https://www.qrcode-monkey.com/de

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